EDITORIAL | AUSGABE 9 | DEZEMBER 2016

Schäumender Genuss

Sekt ist das Getränk für die schönen Anlässe. Besonders zum Jahresende häufen sich solche Anlässe, so dass sicher in kaum einem Haushalt unserer werten Leser nicht zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel mit dem ein oder anderen Glas dieses edlen schäumenden Weins angestoßen wird.

Die Statistiker haben für das Jahr 2015 einen Absatz von 389.862.533 Flaschen Sekt in Deutschland ermittelt. Dass man dies tatsächlich bis auf die Flasche genau ermitteln kann liegt an einer Steuer, die seit Bismarcks Zeiten pro Flasche Schaumwein zu entrichten ist. Was die Statistiker aber nicht ermitteln können ist, was eigentlich die Emotion und den Zauber ausmacht, dass wir bei festlichen Anlässen zu Sekt oder gar Champagner greifen. Dem versuchen wir uns in dieser Ausgabe des Wein Tourist Magazins etwas zu nähern.

Vordergründig ist dies sicher mit dem prickelnden, schäumenden, manchmal auch überschäumenden Erlebnis im Glas zu erklären, dahinter steckt aber eine über Jahrhunderte überlieferte Tradition der Herstellung und nicht zuletzt die Hingabe seiner Erzeuger. Wir schauen dabei zunächst in eine Region, die viele eher mit einem Badeurlaub und vielleicht mit einem gefälligen Bardolino in Verbindung bringen, nämlich zum Gardasee. Nordöstlich dieses größten Italienischen Sees, in der Region Trentino, entsteht ein Schaumwein nach klassischer, traditioneller Methode. Der TrentoDOC wird auch “Der Spumante aus den Bergen” genannt, gehen Sie mit Marta de Anna auf eine kleine Entdeckungsreise zu den “Bollicine di montagna”. (–> hier kommen Sie zum Artikel)

Wenn man über Schaumwein redet kommt man natürlich nicht umhin den Urvater des Sekts zu nennen, den Champagner. Was macht seinen fast mystischen Ruf aus? Wir versuchen dem gemeinsam mit Matthias Collard auf den Grund zu gehen. Mit ihm begeben wir uns auf die Spuren des berühmten Mönchs Dom Pérignon, der maßgeblich an der Entstehung des prickelnden Getränkes beteiligt war. (–> hier kommen Sie zum Artikel)

Sportliche Erfolge sind ebenfalls stets willkommene Anlässe, um mit Sekt anzustoßen oder auch nur um sich zu spritzen. Vielleicht ist Whistler im Kanadischen British Columbia ja wegen der Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele von 2010 besonders prädestiniert für diesen Genuss. Christine Campbell wird uns ein bisschen durch die Wein- und Gourmetszene dieses Wintersportorts führen, wo sogar die Kunst des Sabrierens, also des Öffnens von Champagnerflaschen mit dem Säbel, praktiziert wird. (–> hier kommen Sie zum Artikel)

Schließlich führt uns noch Rebekah Pizana in die Royale Gesellschaft des Vereinigten Königreichs ein. Bei den Polo-Turnieren rund um London und den damit einhergehenden Brunchs ist Champagner natürlich obligatorisch. (–> hier kommen Sie zum Artikel)

Ich wünsche Ihnen viele besonders schöne Anlässe, um mit Sekt und Champagner anzustoßen. Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Beschluss des Jahres 2016. Wir sehen uns spätestens auf der anderen Seite des Jahreswechsels wieder.

Ihr
Ingo Deckler
Chefredakteur

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