Supertoskana – La Maremma | Toskana

Übersetzte Fassung des Artikels „Where’s #WINETOURIST | La Maremma | Tuscany“ von Karin Irvine, erschienen im Wine Tourist Magazine, Ausgabe Mai 2016

Karin Irvine wuchs im Saarland nahe der Grenze zu Frankreich und Luxemburg auf. Durch die Nähe zu den Weinregionen Mosel, Pfalz und Elsass wurde der Wein ein ganz normaler Teil ihres Lebens. Sie liebt das Reisen und genießt es verschiedene Kulturen und regionale Spezialitäten kennen zu lernen. Die Fotografie ist ein Teil ihrer Abenteuer und sie dokumentiert ihre Reisen damit. Sie finden ihre Arbeiten auf Instagram.

SOMMER 2014 – LA MAREMMA, TOSKANA, ITALIEN

Wir dachten, wir hatten alles geplant. Einen wunderschönen Urlaub in der Toskana – ein paar Tage im Chianti, einige Zeit am Strand und zwei Nächte in der Maremma, um etwas Neues zu entdecken. Die Hotels waren gebucht und wir waren in Vorfreude. Dann, beim Abendessen mit einem guten Freund, öffnete mein Mann einen Roten aus der Maremma zu unserer Pasta. Er war gut, wirklich gut! Wir begannen ein wenig tiefer zu graben, Wörter wie Supertoskaner erweiterten unseren Wortschatz, ein paar mehr Reiseführer wurden konsultiert, Hotels storniert und Aufenthalte verlängert und dann haben wir die schönste Woche in diesem kleinen Teil der Toskana verbracht, der viel weniger bekannt ist. La Maremma.

Wir waren für zwei Tage an der Küste – ein bisschen entspannen für den Anfang und die Fußball-Weltmeisterschaft in einer kleinen Pizzeria in Punta Ala, gemeinsam mit einigen russischen, italienischen und französischen Gästen anschauen, Hauswein schlürfen und sich an der geselligen Atmosphäre erfreuen. Einen Tag am Bagno des Hotels verbringen – die mediterranen Farben und die Aussicht auf Napoleons Elba genießen – wo wir vor Jahren einen Teil unserer Flitterwochen verbracht hatten. 

Giardino dei Tarocchi
Giardino dei Tarocchi

Dann haben wir uns mit dem kleinen Fiat 500 in die Region aufgemacht, zur ursprünglicheren Toskana, wilder, mit alten Bergdörfern, die direkt aus dem Vulkangestein gehauen sind. Unser Zuhause für die folgenden 4 Tage war ein wunderbares Landhotel im Besitz der Familie D’AscenziRelais Villa Acquaviva, ein landwirtschaftlicher Betrieb und Weingut in Montemerano. Von dort aus haben wir viele Ausflüge unternommen, in die Tuffstein-Orte der Umgebung, Pitigliano und Sorano, an die heißen Schwefel Quellen in Saturnia – nach Cascate del Molino, die etruskische Nekropole in der Nähe von Sovana und zum Giardino dei Tarocchi, dem Skulpturenpark der Künstlerin Niki de Saint Phalle in Capalbio.

Wir besuchten lokale Märkte und den Käseladen, faulenzten in den Gärten am Pool und genossen das Highlight des Tages – das Abendessen im La Limonaia. Im hoteleigenen Restaurant kreiert Valentina D’Ascenzi regionale und italienische Spezialitäten; wir genossen Serafino’s Weine, Nonno’s Eier und Brot, das aus Weizen aus hauseigenem Anbau gemacht ist. Das Fleisch stammt von regionalen Bauern und Jägern, das Gemüse aus ihrem Garten. Nach dem Abendessen schlenderten wir gemütlich entlang der Weinberge zu unserer kleinen Suite – erfreuten uns an den Lichtern im Park, lauschten den Fröschen und den Geräuschen der toskanischen Nacht.

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Wir haben unser Paradies gefunden!